Begriffe aus der Edelsteinkunde

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Gemmologie

(Edelsteinkunde) ist die Wissenschaft, die sich mit den Edelsteinen befasst. Sie behandelt auf minera-logischer Grundlage Entstehung, Eigenschaften und Bestimmung der Edelsteine sowie deren Unterscheidung von Synthesen und Imitationen.


Edelsteine

sind in der Natur ohne künstliche Beeinflussung entstandene Minerale und organische Substanzen mit besonderen Eigenschaften wie Farbe, Transparenz, Härte, Brillanz, Seltenheit etc.


Mineral

Ein Mineral ist ein chemisch-physikalisch einheitlicher, strukturell genau definierter natürlicher Bestandteil der festen Erdkruste.

 

Kristall

Ein Kristall ist ein Mineral, das gut sichtbare Kristallflächen aufweist.

 

Varietäten

Als Varietäten bezeichnet man die farblich unterschiedlichen Ausbildungen ein und derselben Mineralart

 

Synthetische Steine

sind kristallisierte und rekristallisierte Produkte, deren Herstellung ganz oder teilwiese durch den Menschen veranlasst wurde. Ihre chemische Zusammensetzung, ihre Kristallstruktur und physikalischen Eigenschaften stimmen weitgehend mit denen ihrer natürlichen Vorbilder (natürliche Edelsteine) überein.

 

Imitationen sind Nachahmungen,

die nur im äußeren Erscheinungsbild dem zu imitierenden Vorbild (z.B. facettiertes Glas oder Zirkonia um Diamanten nachzuahmen) entsprechen, ohne dessen chemische und/oder physikalische Eigenschaften und/oder Kristallstruktur zu besitzen.

 

Zusammengesetze Steine

(Dubletten, Tripletten) sind kristalline oder amorphe Festkörper, die aus zwei oder mehreren Teilen zu einer Einheit durch Kleben, Schmelzen oder Sintern zusammengefügt wurden. Die einzelnen Teile können Edelsteine, synthetische Steine oder Imitationen sein.

 

Diamant

Den Namen bekam der Diamant wegen seiner Härte (griechisch - adamas = der Unbezwingbare). Tatsächlich gibt es nichts gleich Hartes oder gar noch Härteres als Diamant. Deshalb gilt er geradezu als unvergänglich. Seine Schleifhärte ist 140mal so groß wie die von Rubin und Saphir (Korundgruppe), den nächst härteren Edelsteinen nach Diamant.

Der sehr starke Glanz des Diamanten dient dem geübten Auge u. a. als Erkennungsmerkmal gegenüber Imitationen.

Wegen der optischen Effekte, der hohen Härte und der Seltenheit gilt der Diamant als König der Edelsteine. Er wird schon seit dem Altertum für Schmuckzwecke verwendet.